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Haarige Rubrik

Possenspiel

23. Februar 2017


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Wenn von Posse die Rede ist, wird oft grotesk gemeint und damit soll zum Ausdruck gebracht werden, wie absonderlich, merkwürdig oder lächerlich etwas empfunden wird. Vom Theater kennen wir die Posse als derb-übermütiges Stück, das auf Verwechslungen, ulkigen Zufällen und unwahrscheinlichen Übertreibungen basiert und uns zum Lachen bringen soll. Ebenso hält die Politik immer wieder Ereignisse bereit, die treffend mit „Possen“ beschrieben werden können, uns aber wohl eher unfreiwillig zum Lachen (oder weinen) bringen. Grundsätzlich gilt: Niemand ist gegen dummes oder lächerliches Handeln gefeit.

Am 12. Februar habe ich aufmerksam die Wahl unseres Bundespräsidenten verfolgt und war, wie viele andere auch, nicht überrascht darüber wie diese ausgegangen ist. Überrascht hat mich nur das Meinungsbild, welches immer wieder in sogenannten „Tweets“ oder „Posts“ eingeblendet wurde, so zum Beispiel der, in der ein Zuschauer das Wahlverfahren als Possenspiel bezeichnete. Eher grotesk finde ich da schon, dass 14 Mitglieder der Bundesversammlung, nicht in der Lage waren einen gültigen Wahlschein abzugeben oder schlimmer noch, dieses scheinbar nicht wollten.

Eine Enthaltung oder wie die Franzosen es nennen „Vote blanc“, sollte man indessen respektieren, denn auch diese ist eine zum Ausdruck gebrachte Meinung. Wenn Sie zum Beispiel einen Vegetarier fragen würden „Lieber Brust oder Keule?“, was glauben Sie würde dieser wohl antworten? Wer aber Wahlscheine wissentlich ungültig macht, der bringt vielleicht seinen Unmut zum Ausdruck, jedoch versteckt und versenkt er seine  (politische) Meinung  im wahrsten Sinne des Wortes in einer (Wahl-) Urne.

Heute nur ein kurzes Sprichwort: „Verdrossen hält alles für Possen“. Herzlich willkommen am Stammtisch! Die Politik regelt zwar die Angelegenheiten des Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen. Jeder, der aber in irgendeiner Form dazu beiträgt, die Willensbildung und Entscheidungsfindung einer Gemeinschaft zu beeinflussen, ist als politisch aktiv zu bezeichnen, so sehe ich es jedenfalls.

Abschließend noch ein paar „haarige“ Possenspiele aus dem vergangenen Jahr. Die Bundesregierung will elektronische Kassen betrugssicher machen, sorgt aber dank fehlender technischer Definitionen für Verunsicherung. Ein großer „Exklusivzulieferer“ der Friseurbranche kann sich nicht erklären, wie seine Produkte in das Sortiment einer Drogeriekette gelangt sind. Ganz offiziell, tritt ein weiterer Zulieferer direkt nach der Saloneinführung eines neuen Produkts, selbst als Amazon-Händler auf. Last not least pfeift der „Branchengrößte“ auf Exklusivität, verkauft seine Produkte über einen Teleshopping-Kanal und plant das duale Ausbildungssystem zu unterwandern. Im Zentralverband der Friseure hingegen, beschäftigt man sich lieber mit Themen wie Mitgliedskarten, Frauenquoten und der eigenen Internetseite, auf der zur Krönung des Ganzen, Gutscheine für eine Rabattaktion eines Internethändlers angeboten werden, der auch Friseur-exklusive Shampoos verkauft…

 

Publiziert durch:
HEAD SPA® - HAIRLOUNGE AND BARBERSHOP
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