Unsere Kontaktdaten
Der Weg zu uns
Karte Firma

zur Kartenansicht

Hinweis zum Datenschutz

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir ein Session-Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Wenn Sie damit einverstanden sind, freuen wir uns, wenn Sie unsere Webseite weiter erkunden. Sollten Sie der Verwendung nicht zustimmen, können Sie Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das Setzen von Cookies informiert werden und Cookies nur im Einzelfall erlauben, die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen sowie das automatische Löschen der Cookies beim Schließen des Browser aktivieren. Bei der Deaktivierung von Cookies kann die Funktionalität dieser Website eingeschränkt sein.

  • Space
    Öffnungszeiten:
    Dienstag - Freitag: 09 bis 18 Uhr
    Samstag: 07:30 bis 13:30 Uhr
  • Space
    Öffnungszeiten:
    Dienstag - Freitag: 09 bis 18 Uhr
    Samstag: 07:30 bis 13:30 Uhr
  • Space
  • Space

Haarige Rubrik

Individualisierte Nachrichten

Ein Instrument, welches im Marketing eingesetzt wird und dort ausgezeichnet funktioniert, begegnet mir immer häufiger in den Medien. Von „Fake-News" oder „alternativen Fakten“ haben wir alle schon gehört, aber bei der Verbreitung von Informationen gibt es noch ein anderes Phänomen.

Angeregt durch Zeitungsartikel der letzten Zeit, habe ich mir mal den Spaß gemacht Begriffe, wie „individualisierte Fakten“ und „ individualisiert wahrgenommene Fakten“ im World Wide Web zu suchen, bin dort aber nicht fündig geworden.

Individualisieren bedeutet etwas bei der Darstellung, Charakterisierung eines Gegenstandes oder einer Person individuell hervorzuheben, herauszuarbeiten. Das geschieht so auch in den Nachrichten, obwohl es sich dabei (nur) um Fakten handeln sollte. Individuell geprägte Informationen wiederum sollen Ihr Ziel erreichen, dumm nur, wenn dies quasi „aus Versehen“ passiert - aber lassen Sie mich zur Erklärung ein wenig ausholen.

Die Informationsflut, der wir uns heute konfrontiert sehen, ist gewaltig und die University of Texas hat in einer Studie herausgefunden, dass es in der Marketing-Psychologie zwei elementare Faktoren gibt, die erklären, warum das menschliche Gehirn individualisierte Nachrichten bevorzugt: der Wunsch nach Kontrolle und die selektive Wahrnehmung bei einer Flut von Informationen.

Und das funktioniert ungefähr so: Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem Raum in dem überall um Sie herum geredet wird, zudem gibt es vielleicht noch andere Umgebungsgeräusche. Den Inhalt der einzelnen Gespräche können Sie kaum bewusst wahrnehmen, aber fällt ein bestimmtes Wort oder wird ein für Sie interessantes Thema angesprochen, wird diese Information sofort interessant und Sie hören aktiv zu - aber erst ab diesem Zeitpunkt!

Das sog. retikuläre Aktivierungssystem ist eine Art Torwächter im Gehirn, das eingehende Informationen weiterleitet und filtert. Dieses System sorgt u.a. dafür, dass Menschen individualisierte Nachrichten aus einer Flut an verschiedenen Informationen besonders wahrnehmen. Diese selektive Wahrnehmung spielt unserem Gehirn aber oft und zu gerne einen Streich. Das gefährliche an diesen individualisierten Informationen ist, sie sind oft nicht vollständig,
schaffen aber eben dieses besagte vermeintliche Gefühl von Kontrolle, dem wir gerne Glauben schenken.

Hilde Domi hat einmal gesagt: „ Jeder meint, dass seine Wirklichkeit die richtige Wirklichkeit ist.
Und so ist es wohl - wir leben in unserer eigenen Welt, so wie wir sie sehen!

Wenn wir also etwas wahrnehmen, machen wir dies mit unseren Sinnen und da lauern eben die Stolperfallen, in die wir alle (auch Journalisten) nur allzu gern tappen - Fakten werden dann zunehmend in Nebensätzen genannt und in Zeiten von „Fake-News“  sowieso angezweifelt.

Carsten Gehse Team HEAD SPA®

Hoax

Haben Sie schoneinmal von einem Hoax gehört, einen gesehen oder haben auch schoneinmal einen erhalten? Ein Hoax ist kein Tier, Insekt oder (Computer-)Virus, aber ein Hoax verbreitet sich ebenso schnell wie letzterer und wir helfen ihm dabei (oft im Glauben damit Gutes zutun), dass er sich verbreitet.

Ob Fake-News oder ein Scherz (manchmal auch mit böser Absicht), als Hoax wird heute meistein Gerücht oder eine Falschmeldung bezeichnet, die in Printmedien,per E-Mail oder auf anderen Wegen zum Beispiel über soziale Netzwerke verbreitet, von vielen für wahr gehalten und daher an Freunde, Kollegen und Verwandte weitergeleitet wird.

Ein bekanntes Beispiel hierfür ist eine Mail, die den Benutzer aufforderte, bestimmte Dateien auf dem Computer zu löschen, da es sich um Viren handeln solle. Da es sich jedoch um notwendige Systemdateien handelte, setzten die arglosen Benutzer ihren eigenen PC außer Betrieb. Es bedarf also manchmal nicht eines komplizierten Computervirus, sondern nur den Nutzer, der diese Art „Virus“ verbreitet und sich, wenn er darauf reinfällt, selbst schadet.

Zur Gattung Hoax gehören auch die sogenannten „urbanen Mythen“ und die „haarigste“ möchte ich Ihnen hier erzählen:

„Ein junger Mann, der seit Jahren Dreadlocks trug, wunderte sich über den Gestank, der aus seinen Haaren drang. Weil er diesen nicht mehr ertragen konnte, entschied er sich dazu, seine geliebten Locken wohl oder übel abschneiden zu lassen. Was dann beim Friseur zum Vorscheingekommen sein soll ist unglaublich: Ein Nest, mit Fliegeneiern und Maden…“

Auch die Legende, dass es in Bob Marley Dreadlocks, nach dessen Tod, von Kleinstlebewesen nur so gewimmelt haben soll, hält sich hartnäckig. Fakt ist: Bob Marley litt an Krebs und büßte seine Haare, anderen Quellen zu folge, schon vor seinem Tod ein.

Solche und ähnliche Geschichten sollen Angst machen und die Motive ihrer Verfasser sind unterschiedlich, daher habe ich folgendes Zitat von Maxim Gorki ausgesucht: „Angst ist für die Seele ebenso gesund wie ein Bad für den Körper“. Das stimmt - wenn wir mit der Angst richtig umgehen und nicht in ihr verfallen.

Wenn Sie jetzt verängstigt oder schon einwenig angeekelt sind, sollten Sie vielleicht nicht weiter lesen, aber jetzt kommt die wissenschaftliche und auch zum Nachdenken anregende Auflösung der „haarigen“ Mythen: Ja, Dreadlocks sollten besonders gepflegt werden, aber die Haarbalgmilbe Demodexfolliculorum lebt in den Follikeln menschlicher Haare, vor allem im Gesicht! Und mit ihr hinterlassen wir unsere Spuren, weil wir sie teilweise auf unsere Umgebung übertragen.

PS. Bevor ein neuer Hoax entsteht: das gilt nicht nur für Bartträger…

Carsten Gehse Team HEAD SPA®

In kleinen Schritten

Erinnern Sie sichnoch an den Schlusssatz der letzten Kolumne: „…wichtig sind natürlich auch die kleinen Schritte zur Nachhaltigkeit“? Heute möchte ich einmal darüber schreiben, welche Schritte wir gehen und was in Zukunft möglich wäre.

Grüne Konzepte nennen das die Einrichter - Sie und ich denken jetzt natürlich an Greenwasching. Doch machen wir uns nichts vor, auch ein Friseursalon muss profitabel arbeiten und der Weg zum erfolgreichen, nachhaltigen und umweltfreundlichen Salon ist lang, zeitaufwendig und kostet Geld.

Große Ideen, wie die eigene Solaranlage oder Zisterne, um den Salon von Grund auf nachhaltig zu gestalten, lassen sich in Mietobjekten nicht so leicht realisieren. Doch auch in kleinen Schritten kommt man zum grünen Konzept. das beginnt mit dem sparsamen Umgang von Ressourcen, wie zum Beispiel dem Wareneinsatz oder die schrittweise Umrüstung auf LED-Technik um Strom zu sparen. Als selbstverständlich erscheinen mir auch der Einsatz von Wasserspardüsen, die Mülltrennung nach Rohstoffen und der sparsame Umgang mit unseren anderen Verbrauchsmaterialien. Die Empfehlung Mikrofaser-Handtücher einzusetzen, um auf Weichspüler und langestrocknen zu verzichten, kann ich allerdings gar nicht teilen, da sie Mikroplastik enthalten. Wir nutzen unter anderem Energiespar-Handtücher, davon passen gut ein Drittel mehr in jeden Waschgang und bei gutem Wetter trocknen wir wenn möglich auf der Leine; auf Weichspüler verzichten wir gänzlich.

Wer seinen Salon neu einrichtet kann auf nachhaltige Materialien setzen. Wer wie wir nachträglich modernisiert kann es uns gleich tun und darauf verzichten gleich die komplette Einrichtung auszutauschen. Wir haben zum Beispiel in einem unserer Salons, nur die Oberteile der Bedienungsstühle ausgetauscht, obwohl dies (im Vergleich) mit höheren Kosten und nur mit mehr Aufwand zu realisieren war - auch das ist Nachhaltigkeit.

Ein weiteres, aber heikles Themasind Mehrwegsysteme für Shampoo und Co. Was in den letzten Jahren immer mal wieder versucht wurde hat sich (leider) nicht durchgesetzt und stößt spätestens mit der sogenannten Produkthaftung an seine Grenzen.


Was ich mir aber für die Zukunft wünschen würde ist, dass wir den Plastik-Müll (auch durch Shampoo Flaschen) auf nahezu Null reduzieren könnten, denn tolle Konzepte dazu gab es sogar schon in den frühen Neunzigern!

Buddha sagt: „Auch eine Reise über tausend Meilen beginnt mit einem Schritt.“ Ein Schritt den ich noch von der Industrie erwarte, ist der Verzicht auf den Einsatz von Mikroplastikin Kosmetika - aber da beißt sich wohl die Katze in den Schwanz.

Wir können diesen Weg daher nur mit der Unterstützung von Ihnen, unseren Kunden gehen.
Aber wie Jiddu Krishnamurti sagte: „Um weit zu kommen, muss man in der Nähe beginnen, und der nächste Schritt ist der wichtigste.“

Carsten Gehse TeamHEAD SPA®